Schüler/innen optimieren den 3D-Druck und bauen einen Transportwagen

Schüler/innen optimieren den 3D-Druck und bauen einen Transportwagen

zdi-Zentrum Lippe.MINT und Weidmüller organisieren 3D-Druck Projekt für die Heinrich-Drake-Realschule

Einen 3D-Drucker für den Einsatz im Unterricht hatte die Heinrich-Drake-Realschule in Detmold schon im letzten Jahr beschafft.

„Wir waren mit der Funktionalität und der Qualität nicht zufrieden. Zum einen bot die Software wenige Erweiterungsmöglichkeiten und zum anderen gab es bei der Hardware Verbesserungspotential. Auch dass der Drucker offen im Technikraum der Schule stand, schützte ihn nicht gerade vor den Fingern neugieriger Schüler. Um mit dem Drucker richtig im Unterricht arbeiten zu können, mussten wir ihn optimieren und einhausen“, teilt Techniklehrer Morteza Atrsaie mit.

Die Firma Weidmüller nahm dies zum Anlass, mit dem zdi-Zentrum Lippe.MINT ein 3D-Druckprojekt für die Schülerinnen und Schüler zu organisieren. Über das ganze Schuljahr war der Technikkurs eingeladen, den 3D-Drucker zu optimieren und eine sichere und stabile Einhausung zu entwickeln und zu bauen. Am Tag der offenen Tür von Weidmüller am 28. und 29. Juni, konnten nun die Ergebnisse vorgestellt werden.

Heraus gekommen ist eine komplett neue Steuerung des 3D-Druckers auf Basis eines RAMPS-Boards und ein flexibler Transportwagen aus Aluminiumprofilen, der mit Plexiglasplatten verschlossen wird. Ein besonderes Feature ist die Erweiterung um einen Web-Server, der auf einem Raspberry Pi läuft. Über diesen ist es möglich, vorbereitete Druckaufträge hochzuladen, die von dort ausgeführt werden. Das bietet die Möglichkeit der remote Überwachung und das Senden eines Abbruchbefehls, sollte zum Beispiel ein komplizierter Druck umfallen. Außerdem kann der Server den Drucker nach Beendigung des Druckauftrags herunterfahren um Energie zu sparen.

„Wir wollten mit diesem Projekt den jungen Menschen zeigen, was mit moderner Technik alles möglich ist. Durch die vielfältigen Aufgaben in der IT, Elektrotechnik und der Metalltechnik konnten wir die Gruppe optimal aufteilen und alle Schülerinnen und Schüler nach ihren Fähigkeiten und Neigungen beschäftigen. Unseren Mitarbeitern und der ganzen Gruppe hat das Projekt viel Spaß gemacht. Das Ergebnis spricht für sich“, fügt Günter Schröder, Ausbilder von Weidmüller hinzu.

Thomas Mahlmann vom zdi-Zentrum Lippe.MINT teil abschließend mit: „Wir arbeiten schon einige Jahre in Schülerprojekten mit Weidmüller zusammen. Die technischen Möglichkeiten, speziell in der Akademie und die Kompetenz der Mitarbeiter und auch Azubis eröffnen hier Möglichkeiten für sehr hochwertige Projekte. Auch in diesem Projekt sind die Schüler/innen über sich hinausgewachsen. Wir denken, dass so Begeisterung für diese Technik entsteht und dies auch maßgeblich die Berufswahl beeinflusst.“

Das Projekt „3D-Druck“ wurde durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Bundesagentur für Arbeit gefördert.

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