BNE-Aktionstage 2026 im Kreis Lippe

BNE-Aktionstage 2026 im Kreis Lippe

Mode mit Zukunft – entdecke, was hinter deiner Kleidung steckt!

Fast Fashion oder Fair Fashion? Wie entsteht unsere Kleidung, wer bezahlt den wahren Preis – und was können wir selbst verändern?

Am Freitag, 18. September 2026, dreht sich beim BNE-Aktionstag im Kreis Lippe alles um unsere Kleidung und die Frage, wie Mode nachhaltiger und fairer werden kann.

Von 15 bis 20 Uhr laden wir dich ins neue Eingangsgebäude des LWL-Museums Hellerlecht in Detmold ein. Dich erwartet ein abwechslungsreiches Programm zum Anschauen, Mitmachen, Tauschen und Diskutieren.

Der Aktionstag ist Teil der NRW-weiten BNE-Aktionstage. BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung und unterstützt Menschen dabei, Zusammenhänge zu erkennen und nachhaltige Entscheidungen für den eigenen Alltag und unsere gemeinsame Zukunft zu treffen.

Alle Informationen gibt es auf der Internetseite Seite des Rolfschen Hofs. Einen Flyer zum BNE-Aktionstag gibt es hier als PDF-Download.

Programm

15 – 18.00 Uhr

👕 KleiderTauschRausch

Warum immer neu kaufen? Bring gut erhaltene Kleidung mit, die du nicht mehr trägst, und entdecke vielleicht ein neues Lieblingsstück. Beim KleiderTauschRausch kannst du Kleidung weitergeben, Neues finden und ganz nebenbei ein Zeichen gegen die Wegwerfmentalität setzen.

🧵 Selbermachen und Ausprobieren

Auch zum Mitmachen gibt es einiges: Beim Leinenbeutel-Bedrucken und anderen Aktionen kannst du selbst kreativ werden und nachhaltige Materialien und Ideen kennenlernen.

💬Informieren, ins Gespräch kommen und Ideen sammeln

An unseren Infoständen kannst du dich über Fair Fashion, nachhaltigen Konsum und die Hintergründe unserer Kleidung informieren. Komm mit den beteiligten Organisationen und anderen Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch, stell Fragen und bring deine eigenen Ideen mit.

17.00 Uhr

🗣️ Vortrag: Öko-Fair einkaufen – Gütesiegel im Bekleidungsmarkt verstehen

Kleidung wird heute schneller produziert, gekauft und weggeworfen als je zuvor. Dieser Vortrag zeigt, wie sich die Modeindustrie von Slow Fashion über Fast Fashion bis hin zu Ultrafast Fashion entwickelt hat – und was das für Mensch und Umwelt bedeutet. Anhand des sogenannten “Discounterprinzips” wird erklärt, wie extrem niedrige Preise und immer kürzere Produktionszyklen entstehen und welche Folgen dies für Näher:innen in den Produktionsländern hat. Der Vortrag richtet sich an alle, die sich für nachhaltigen Konsum interessieren und verstehen möchten, warum ein T-Shirt für ein Euro seinen wahren Preis oft anderswo bezahlt. Wer beim Kleiderkauf auf Nachhaltigkeit achten möchte, steht oft vor einem unübersichtlichen Siegel-Dschungel. Im Vortrag gibt es einen kompakten Überblick über die wichtigsten Zertifizierungen im Bekleidungsmarkt: Was garantieren sie wirklich – ökologische Standards, faire Löhne oder beides? Und wo liegen ihre Grenzen? Der Vortrag hilft dabei, Siegel richtig einzuordnen und beim nächsten Einkauf bewusster zu entscheiden.

Vortrag von Ohnmar Khin, FEMNET e.V. 

18.30 Uhr

🎬 Film: „Fast Fashion – Der wahre Preis der Billigmode“

Wir zeigen die Dokumentation „Fast Fashion – Der wahre Preis der Billigmode“ von Gilles Bovon und Edouard Perrin: 

Fast Fashion ist ein schmutziges Geschäft – billig gekauft, aber letztendlich teuer von uns allen bezahlt. Mode gehört durch ihren Ressourcenverbrauch, oft ausbeuterische Arbeitsbedingungen, exzessiven Einsatz hochgiftiger Chemikalien und Abfallaufkommen zu den umweltschädlichsten Industrien. Jährlich werden durch sie 1,2 Milliarden Tonnen CO2 freigesetzt, was mehr Emissionen entspricht als weltweit durch Flugzeuge und Schiffe generiert werden.

Der Dokumentarfilm von Gilles Bovon und Edouard Perrin zeigt nicht nur die Produktionsprozesse und deren Folgen, sondern vor allem auch die ökonomischen und psychologischen Mechanismen, die zu dieser Entwicklung führten und sie weiterhin befeuern: Bis 2030 wird der Branche ein Wachstum von 60 Prozent prognostiziert.

Regisseur Edouard Perrin: “Unser Film erklärt, warum wir immer wieder Kleidung kaufen, die wir nicht brauchen und warum dieses Paradoxon uns höchstwahrscheinlich noch viele Jahre begleiten wird.”